Erholung pur - 2 Tage in Lüneburg und Umgebung

23. Oktober 2018

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Detailreiche Fachwerkhäuser, uraltes Kopfsteinpflaster, gemütliche Cafés und romantische Heidelandschaften - all das erwartet dich zwischen Elbe und Heide, im schönen Lüneburg und seiner näheren Umgebung. Auf unserer spontanen Norddeutschland-Rundreise im Oktober war ich zwei schöne, wenn auch regnerisch-stürmische Tage in der malerischen Stadt Niedersachsens unterwegs und habe einige Inspirationen und Empfehlungen für dich mitgebracht.

 

Ein Spaziergang durch die Hansestadt

Wer Entschleunigung sucht, der wird sie in Lüneburg finden. Sobald du die geschäftigen Straßen der Stadt hinter dir gelassen hast, tauchst du in die Vergangenheit der Salzhochburg ein und wirst kaum damit aufhören können, den mittelalterlichen Flair zu entdecken. Ob du nun an pittoresken Backsteinhäuschen mit ihren aufwendig gestalteten Giebeln vorbeischlenderst oder dich entlang der ruhigen Ilmenau treiben lässt, bleibt ganz dir überlassen.  

 

 

Die meisten Restaurants und Kneipen findest du rund um den Stintmarkt. Hier, am alten Hafen, wurde früher der gleichnamige Stint, ein Heringsfisch, auf der Ilmenau gehandelt. Noch heute erinnern der alte Kran und kleine Schiffchen an die vergangene Zeit. Ganz in der Nähe befindet sich auch das durch die Telenovela "Rote Rosen" bekannt gewordene Hotel Lindström. Eingefleischte Fans können hier in der Originalspielstätte übernachten oder mit Glück sogar die Schauspieler beim Außendreh beobachten.

 

Der "alte Kran" am Stintmarkt - im Hintergrund rechts das Hotel Bergström (Telenovela: Drei Könige)
Der "alte Kran" am Stintmarkt - im Hintergrund rechts das Hotel Bergström (Telenovela: Drei Könige)

 

Weniger geschäftlich und deutlich ruhiger geht es im Altstadt-Viertel an der Michaelis Kirche zu. Es liegt ganz in der Nähe des Rathauses und ist in ca. 5 Minuten zu erreichen. Überhaupt ist Lüneburg eine sehr fußgängerfreundliche und saubere Stadt.

In der Altstadt wirst du ursprünglichen Häusern mit der ein oder anderen krummen Fassade begegnen. Auch wenn du es denkst: hierbei handelt es sich nicht um Kriegsspuren. Lüneburg blieb nahezu von Krieg und Katastrophen verschont. Grund für die Gebäuderisse ist die salzige Vergangenheit der Stadt.

 

Regionale Köstlichkeiten auf dem Wochenmarkt vor dem Lüneburger Rathaus
Regionale Köstlichkeiten auf dem Wochenmarkt vor dem Lüneburger Rathaus
Herbststimmung auf dem Vorplatz der Michaelis Kirche
Herbststimmung auf dem Vorplatz der Michaelis Kirche

 

Wenn du Lüneburg aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchtest, bietet sich ein Ausflug zum Wasserturm an. Zum Zeitpunkt meines Besuchs war es, wie du auf dem ein oder anderen Bild sehen kannst, ziemlich regnerisch und grau, weswegen ich auf den Aufstieg verzichtete. Laut Aushängen vor Ort lockt das begehbare Baudenkmal aber nicht nur mit einem schönen Ausblick sondern auch mit wechselnden kulturellen Angeboten. 

Der Wasserturm
Der Wasserturm

Auf Regen folgt Kaffee

 

Nach einem regnerischen Spaziergang durch die Gassen und Straßen Lüneburgs brauchst du, ganz klar, eine ausgedehnte Pause. Hierzu eignen sich viele Cafés der Stadt. Uns verschlug es ins Café Zeitgeist ganz in der Nähe des Platzes "Am Sande".

Kaffee-, Tee-, Kuchen- und Waffelliebhaber kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Solltest du schon früh morgens in der Stadt sein, kommt hier sicher auch ein Frühstück für dich in Frage. Wie überall gilt jedoch: gute Qualität fordert ihren Preis. Zwei Heißgetränke und eine Waffel mit Zimt und Zucker kosteten uns an die 12 Euro.

 

Raus aus der Stadt - rein in die Heide

Wenn du die schöne Hansestadt kennengelernt hast, ist ein Besuch der Lüneburger Heide ein absolutes Muss. Das einzige Problem: die Naturschutzgebiet ist sehr groß und hat unglaublich viel zu bieten. Wohin soll`s also gehen?

Ich kann dir so viel sagen: egal, für welches Heide-Highlight du dich entscheidest - an wunderschöner unberührter Natur  wird es nirgends mangeln.

Nach ausgiebiger Recherche fiel unsere Wahl auf die Osterheide und das Pietzmoor. Je nach Lage deiner Unterkunft musst du zwar eine etwas längere Fahrt auf dich nehmen, beide Sehenswürdigkeiten sind aber nur durch eine Bundesstraße getrennt und du kannst sie wunderbar miteinander kombinieren.

 

Die Osterheide mit ihren zahlreichen Birken, Wacholdersträuchen und der verblassten Herbtstheide
Die Osterheide mit ihren zahlreichen Birken, Wacholdersträuchen und der verblassten Herbtstheide

Die Osterheide liegt östlich von Schneverdingen und zählt zu den größten Heideflächen. Im Sommer muss es ein Traum sein, die in lila getauchte Landschaft zufuß, mit dem Rad oder per Kutsche zu entdecken. Zu unserer Reisezeit war die Heide, wie du auf den Bildern vielleicht erkennen kannst, leider schon verblüht und verblasst. Nichtsdestotrotz versprüht die Umgebung inmitten der rauschenden Birkenblätter auch bei rauem Herbstwetter ihren ganz besonderen Charme, den du unbedingt kennenlernen solltest. 

 

Auf der gegenüberliegenden Seite der "Alten Landesstraße" befindet sich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Lüneburger Heide: das Pietzmoor. Auf einem 5km langen Wanderweg über speziell errichtete Bohlenstege informieren zehn Informationstafeln, über die Geschichte des Moors. 

Wusstest du zum Beispiel, dass ein einzelnes Moor weltweite Auswirkungen auf unser Klima hat? Das liegt an der Tatsache, dass Moore Kohlenstoff speichern. Intakte wachsende Moore sind die wichtigsten Kohlenstoffsenken der Erde!

 

Gut begehbare Bohlenstege führen dich auf einem Rundweg ums Pietzmoor
Gut begehbare Bohlenstege führen dich auf einem Rundweg ums Pietzmoor

 

Besonders im Herbst, wenn leichte Nebelschwaden über den feuchten Sümpfen liegen oder dich zwischendurch ein Regenschauer überrascht, wird das Pietzmoor zur mystischen Kulisse. 

 

 

Übernachten auf dem Pfefferhof

Damit dein Lüneburg-Urlaub auch in Sachen Unterkunft zu einem besonderen Erlebnis wird, stelle ich dir jetzt eine ganz bezaubernde Ferienwohnung vor. Der Pfefferhof am Rande der Lüneburger Heide kann ich dir wirklich ans Herz legen, wenn du auf der Suche nach einem gemütlichen Rückzugsort mit ganz viel Liebe zum Detail bist.

 

Geradeaus befindet sich die FeWo - rechts im Bild das Wohnhaus der netten Gastgeber
Geradeaus befindet sich die FeWo - rechts im Bild das Wohnhaus der netten Gastgeber

 

Mit ihren 80qm und den vielen individuellen Details bietet die umgebaute Scheune nicht nur viel Platz sondern auch eine große Portion Gemütlichkeit. Hier haben sich die Gastgeber, die übrigens direkt im Nachbarhaus wohnen, wirklich Gedanken gemacht, um dir für deinen Aufenthalt das Gefühl von Zuhause zu geben. Im Sommer kannst du im großen Garten und auf der zur Ferienwohnung gehörenden Terrasse in den Tag starten oder denselben bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen. Dabei kommt vielleicht sogar eine der Laufenten vorbei, um sich vorzustellen. 

 

 

Alles, was du für den täglichen Bedarf benötigst, befindet sich in unmittelbarer Nähe. Für die Fahrt nach Lüneburg benötigst du ca. 20 Minuten, in Hamburg bist du in einer guten Stunde. Die idyllische Umgebung der Ferienwohnung lädt alle aktiven Naturliebhaber zum Wandern, Reiten, Rad- oder Kanufahren ein.

Eine Nacht im Pfefferhof kostet je nach Jahreszeit ca. 85 Euro (Selbstversorgung). 

 


Na, hast du nach meinem Bericht nun auch Lust Lüneburg und seine nähere Umgebung kennenzulernen? Lass es mich wissen oder erzähl mir von deinen Erlebnissen.

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