Reisebericht Istanbul - eine Städtereise zwischen Tradition und Moderne

01. Dezember 2019

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Aufregend, lebendig, traditionell und zugleich modern. Wer Istanbul besucht, wird sofort in den Bann der Bosporus-Metropole gezogen. Mit 15 Millionen Einwohnern ist sie die größte europäische Stadt, die gleich zwei Kontinente, nämlich Asien und Europa, miteinander verbindet. Neben den unfassbar interessanten architektonischen Bauwerken und den türkischen Köstlichkeiten sind es vor allem die Menschen, die Istanbul seinen ganz außergewöhnlichen Charme verleihen. 

Im Juli und November diesen Jahres war ich nach 10 Jahren Türkei-Abstinenz noch einmal für zwei Wochenenden bei der Schönen am Bosporus zu Gast und habe in diesem Blogbeitrag einige Tipps mitgebracht, die euch mit Sicherheit auch schon von zuhause aus zu echten Istanbul-Fans werden lassen.

 

Bevor es los geht - Wissenswertes rund um deinen besuch

 

Kann ich Istanbul ohne Bedenken besuchen?

"Wie, du fliegst nach Istanbul? Ist das nicht zu gefährlich? Die Lage vor Ort ist doch super schwierig. Überlege es dir lieber noch einmal."

Diese oder ähnliche Aussagen habe ich vor meinen beiden Reisen mehrfach zu hören bekommen, immerhin ist Istanbul in den deutschen Medien in den vergangenen Jahren aufgrund schwerer Unruhen durch die Presse gegangen. Obwohl die Türkei immer schon ein beliebtes Reiseziel war, ist der Tourismus nach den Terroranschlägen der letzten Jahren bis heute enorm zurückgegangen. Auch die politische Situation ist seit längerer Zeit angespannt.

 

Nichtsdestotrotz kann ich dir wirklich nur ans Herz legen, diese einzigartige und mitreißende Stadt zu besuchen. Die Stimmung vor Ort ist alles andere als unangenehm oder bedrückend. Die Einheimischen sind Besuchern gegenüber super freundlich, hilsbereit und positiv eingestellt und das orientalische Lebensgefühl, welches in jeder Pore der Stadt zu spüren ist, wird dich schnell in seinen Bann ziehen. 

 

Wie viel Zeit sollte ich für meinen Aufenthalt einplanen? 

Um das Flair der Stadt in Ruhe erleben zu können, solltest du mindestens 3 volle Tage einplanen, besser wären sogar 4. Die einzelnen Stadtteile an sich lassen sich bequem zu Fuß erkunden, da die Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen.Während deines Aufenthaltes bist du in der Regel recht wenig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.

Derzeit wird Istanbul von Frankfurt aus von mehreren Airlines täglich angeflogen. Wir sind Donnerstagnachmittag hin und Sonntagabend zurück. Ein später Hinflug hat den Vorteil, dass ihr vom Flughafen relativ zügig ins Stadtzentrum kommt. Zu den Hauptverkehrszeiten um die Mittagszeit könnt ihr schon mal bis zu 1 1/2 Stunden im Taxi sitzen, bevor ihr überhaupt irgendetwas von der Stadt zu sehen bekommt. 

 

Sollte ich ein Hotel buchen oder darf es auch ein Airbnb sein?

In Istanbul lohnt sich auf jeden Fall die Buchung eines Airbnb. Nicht nur die Angebotsvielfalt spricht dafür, sondern auch die Wohnungen an sich. Da es in der Stadt jede Menge Altbauten gibt, könnt ihr hier in toll eingerichteten Wohnungen übernachten, die in der Regel sehr zentral liegen und zudem ein super Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Unser Airbnb befand sich im belebten und jungen Stadtteil Beyoglu, war nur 2 Gehminuten vom Galataturm entfernt und optimaler Ausgangspunkt für sämtliche Tages- und Abendaktivitäten. Wenn du zusätzlich noch ein bisschen was sparen möchtet, benutze gerne folgenden Link.

Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Buchung eines Airbnbs ergibt: du bekommst von den Eigentümern oder Hausverwaltern wertvolle Tipps für deinen Aufenthalt.

 

Wie komme ich vor Ort von A nach B?

Wie oben erwähnt, könnt ihr Istanbul in den einzelnen Stadtteilen überwiegend zu Fuß entdecken. Dennoch ist die Stadt riesengroß und natürlich liegt nicht jedes schöne Fleckchen gleich um die Ecke.

Generell wählen die meisten Reisenden gerne das Taxi: erstens aus Bequemlichkeit, zweitens aus Flexibilität und drittens aus Kostengründen. Im Vergleich zu unseren Taxipreisen sind die Fahrten in Istanbul wirklich spottgünstig, vor allem dann, wenn du mit mehreren Personen reist und ihr euch im Optimalfall einen Wagen zu viert teilen könnt.

Wenn du allerdings den türkischen Alltag erleben möchtest, solltest du dir gleich nach der Ankunft eine Istanbul-Card zulegen. Diese bekommst du an den gelben Automaten an allen Haltestellen der Stadt. Kaufe dir jedoch keine überteuerten Day-Passes, die im Internet beworben werden, sondern lediglich eine aufladbare Karte, die auch die Einwohner verwenden. Sie gilt für dich als Einzelperson genauso wie als Paar oder Gruppe, kostet einmalig 6 Türkische Lira (TL) und kann je nach persönlichem Bedarf immer wieder neu aufgeladen werden. Die Bus-, Tram-, Metro- und Fährfahrten sind sehr günstig und kosten dich pro Fahrt noch nicht mal einen Euro und du kommst mit der Karte wirklich überall hin.

 

Wie teuer ist Istanbul?

Für deutsche Verhältnisse ist Istanbul insbesondere in Bezug auf Lebensmittel, Transport und Unterkünfte sehr günstig. Lediglich für die Besuche der typischen touristischen Sehenswürdigkeiten musst du ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Die Eintrittspreise hierzu findest du nochmal bei den jeweiligen Attraktionen etwas weiter unten im Beitrag. Um dir aber einen groben Überblick über unsere Kosten zu geben, gibt es an dieser Stelle eine kurze Auflistung unserer Ausgaben pro Person:

  • Flug (von Frankfurt mit Lufthansa):                                                        220 € (eine warme Mahlzeit gibt es auf dem Flug auch :))
  • Airbnb (3 Nächte im Stadtzentrum):                                                        80 € 
  • Flughafen-Transfer mit dem Taxi:                                                           20 €
  • Ausgaben (Verpflegung, Sehenswürdigkeiten, Fortbewegung):  ca.  150 €

Natürlich kannst du gerade in Sachen Flug sicherlich auch noch eine günstigere Airline finden. Wir waren von der Abfertigung am Flughafen bis hin zum Flug und dem Service an Board bei Lufthansa aber absolut zufrieden.             

                                                                                                        

Die Wechselkurse für die Türkische Lira (TL) schwanken derzeit zwischen 5 und 7 TL für 1 Euro. Für einen Wochenendaufenthalt empfehle ich dir, maximal 100€ Bargeld zu wechseln, da du vor Ort auch fast überall mit der Kreditkarte bezahlen kannst. Wechsle dein Geld zudem auch erst in der Türkei. Dort stehen die Kurse meist besser als in der Heimat. 

 

Sultanahmet - historie und tradition

Die ersten Schritte auf türkischem Boden unternehmen die meisten Besucher im wohl touristischsten Viertel Istanbuls, denn um den alten Stadtkern Sultanahmet sind die drei größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gruppiert. Je näher du dem Sultanahmet-Platz kommst, umso wuseliger wird es. Dies merkst du nicht zuletzt auch an der zunehmenden Dichte der Touristenrestaurants und Straßenstände.   

 

Hagia Sofia (Ayasofya)

Früher eine Kirche, danach eine Moschee, heute ein Museum, das zum UNESCO-Weltkulturerbe der Türkei gehört. Mit ihrem rötlich schimmernden Mauerwerk, der massiven Kuppel und den beeindruckenden Glasfenstern ist die Hagia Sofia bis heute nicht nur einer der beliebtesten Sightseeing-Spots der Stadt, sondern zugleich auch Wahrzeichen byzantischer Baukunst. 

 

Die Hagia Sofia ist derzeit täglich von 9-17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beläuft sich auf 72 TL (umgerechnet 12€). Meistens erwarten dich zu jeder Tageszeit lange Warteschlangen. In der Nebensaison stehst du in der Regel aber nicht länger als 20min an. 

Topkapi Palast

Nördlich der Hagia Sofia findest du den ehemaligen Wohn- und Regierungssitz der Sultane, in dem über vier Jahrhunderte lang Platz für bis zu 5000 Menschen war. Heute ist der Palast, der um vier Höfe herum errichtet ist, ein Museum. In seinem Inneren erwarten dich neben der filigranen Architektur eine Menge prunkvolle Räume und eine Gartenanlage mit Blick auf den Bosporus.

 

Der Eintritt kostet zur Zeit 72 TL (12 Euro). Solltet ihr Lust haben, auch den Harem zu besuchen, kommen noch einmal 30 TL hinzu. 

 

 

Blaue Moschee (Sultanahmet Camii)

Einen Katzensprung von der Hagia Sofia entfernt liegt die Blaue Moschee, die ihren Namen den blau-weißen Fliesenverzierungen verdankt. Von 8.30-17 Uhr kannst du die Moschee außerhalb der Gebetszeiten kostenlos besuchen. Schultern und Knie sollten dabei durch deine Kleidung verdeckt sein, am Eingang kannst du dir im Notfall aber auch problemlos Tücher ausleihen.

 

Die Parkanlage zwischen Hagia Sofia und Blauer Moschee lädt zum Fotografieren und Verweilen ein
Die Parkanlage zwischen Hagia Sofia und Blauer Moschee lädt zum Fotografieren und Verweilen ein

Yerebatan Zisterne

Im Sommer ist dieser unterirdische Zwischenstopp aufgrund seiner kühlen Temperaturen mit Sicherheit ein Muss. An dieser Stelle muss ich aber ehrlich gestehen, dass ich mir von der Yerebatan Zisterne ein wenig mehr erhofft hatte. Als unterirdisches Schloss Istanbuls wird sie in so ziemlich allen Reiseführern beschrieben, allerdings gibt es hier bis auf ca. 340 Säulen und zwei Medusenköpfen nicht wirklich etwas zu sehen. Hinzu kommt eine der unzähligen Sultan-Fotoecken direkt am Eingang (hier kannst du dich wie die alten Osmanen verkleiden und ablichten lassen), die an diesem Ort noch deplatzierter wirkt als an vielen anderen Locations der Stadt.

 

Fazit: Auf den Bildern, die du im Netz findest, sieht diese Sehenswürdigkeit definitiv mystischer aus, als sie in Realität ist.

 

Der Eintritt in die Zisterne liegt im Moment bei 20 TL (4 Euro).

Großer Basar

Wenn du schon einmal im Stadtteil Sultanahmet bist, solltest du zumindest kurz beim Großen Basar vorbeischauen. In diesem großen Indoor-Shoppinglabyrinth gibt es an traditionellen Produkten so ziemlich alles, was das Herz begehrt: Laternen, Teppiche, Gewürze, Schmuck und vieles mehr. In der Hauptsaison sind die Hallen überfüllt und du wirst eigentlich nur von Stand zu Stand durchgeschoben. Allerdings gehört dieses Erlebnis mindestens genauso zu Istanbul wie die vielen Moscheen und knatternden Boote auf dem Bosporus. 

 

Tipp: Falls es dir auf dem Großen Basar zu trubelig ist, gibt es am Fähranleger in Eminönü auch noch eine kleinere Basarpassage, in der du aber überwiegend Gewürze kaufen kannst.

Gewürzbasar in der Nähe des Fähranlegers Eminönü
Gewürzbasar in der Nähe des Fähranlegers Eminönü

üsküdar und kadiköy - auf zur asiatischen seite

Kaum zu glauben: die meisten Istanbul-Besucher schaffen es bei ihrem Aufenthalt nicht über das Stadtzentrum hinaus. Dabei gibt es außerhalb der beliebten Sehenswürdigkeiten noch so viel anderes zu entdecken. Eine Sache, die ich dir auf jeden Fall empfehlen möchte, ist ein Ausflug zur asiatischen Seite. 

 

Auf beiden Uferseiten der Galatabrücke findest du hierzu verschiedene Anbieter, die Tagestouren über den Bosporus inklusive eines Besuchs der asiatischen Seite anbieten. Allerdings kann ich dir hier nur ans Herz legen, die kostengünstigere Alternative zu wählen. Am Fähranleger Eminönü legen zu mehreren Tageszeiten Fähren nach Üsküdar oder wahlweise Kadiköy ab. Diese Fähre nutzen auch die Einheimischen, was die Fahrt gleichzeitig zum kulturellen Erlebnis macht. 

 

Für die Fahrt kannst du deine Istanbul-Card nutzen. Die Fahrt kostet umgerechnet ca. 1 Euro.

 

Mitten auf dem Bosporus - der Leanderturm, etwa 180m von Üsküdar entfernt
Mitten auf dem Bosporus - der Leanderturm, etwa 180m von Üsküdar entfernt

 

Eines solltest du an dieser Stelle wissen: der asiatische Teil Istanbuls hat sich, viel stärker als der europäische Teil, Traditionen erhalten und wird daher in den meisten Reiseführern auch als eher konservativ beschrieben. 

Nichtsdestotrotz kannst du auf der anderen Seite des Bosporus einen super entspannten Tag haben, indem du zunächst mit der Fähre bis nach Üsküdar fährst und von dort aus gemütlich entlang der Uferpromenade Richtung Kadiköy spazierst. Falls du zwischendurch eine Verschnaufpause brauchst, laden zahlreiche traditionelle Cafés zum Verweilen ein, in denen du bei einem Glas Cay und einem Simit die Aussicht auf die vorbeifahrenden Boote und den Leanderturm genießen kannst.

 

Beyoglu und GALATA - jung und modern

Wenn du nach westlichem Flair suchst, ist Beyoglu der place-to.be. In diesem Stadtteil befindet sich nicht nur der Galataturm, von dem du einen großartigen 360°-Blick auf die Stadt hast, sondern auch die belebteste Fußgängerzone in ganz Istanbul. Auf 1,4km führt dich die Shoppingmeile Istikial Caddesi in Richtung Norden zum Taksim-Platz, dem Knotenpunkt des Istanbuler Verkehrs. Diesen Weg kannst du entweder zu Fuß nehmen oder, falls du es bequemer magst, mit der roten Straßenbahn fahren.

 

Beliebtes Fotomotiv - die rote Straßenbahn vom Tünel bis zum Taksim-Platz
Beliebtes Fotomotiv - die rote Straßenbahn vom Tünel bis zum Taksim-Platz

 

Istikial Straße (Istikial Caddesi)

Der Einstieg in die bekannteste Flaniermeile Istanbuls  beginnt in der Nähe des Galataturms. Zum Galataturm selbst gelangst du, wenn du dich von der gleichnamigen Galatabrücke bergauf orientierst. Der Weg zum ehemaligen Festungsturm ist gut ausgeschildert.

Am Tag findest du auf der Istikial-Straße alles, was das Shoppingherz begehrt. Am Abend ziehen zahlreiche Bars und Restaurants das junge Istanbuler Publikum an.   

 

Geheimtipp: Bei dem Trubel auf der Straße gerät man schnell in eine Art Tunnelblick. Dabei lohnt sich ein Abstecher in die kleinen Seitenstraßen! Hier findest du traditionelle Cafés, in denen sich auch die Einheimischen aufhalten, oder schöne Passagen wie z.B. die Cicek-Pasaji.

In den Seitengassen der Istikial Caddessi
In den Seitengassen der Istikial Caddessi

 

Galataturm (Galata Kulesi)

Vom mittelalterlichen Steinturm hast du in 66m Höhe den perfekten Blick über die Altstadt und Sultanahmet. Möchtest du in den Genuss der Aussicht kommen wollen, solltest du besonders früh vor Ort sein. In den Mittags- und Nachmittagsstunden wartet hier meist schon eine ziemlich lange Schlange auf dich. Gerade in Istanbul gibt es so viel zu entdecken und es wäre schade, wenn du dir hier die Beine in den Bauch stehst anstatt dich treiben zu lassen.

 

Ein Besuch lohnt sich jedoch auch am Abend. Im Restaurant wird von Zeit zu Zeit ein Galadinner inklusive Tanzshow und musikalischer Unterhaltung angeboten. Ich habe dieses Event vor fast 10 Jahren schon einmal erlebt und war begeistert von der Darbietung der osmanischen Kultur.

 

Eintritt ca. 25 TL (6 Euro)

 

 

Galatabrücke (Galata Köprüsü)

Wenn ich einen Platz in Istanbul nennen müsste, der das Lebensgefühl der Stadt am besten verkörpert, so wäre es die Galatabrücke. Als Verbindungsstück zwischen dem historischen Sultanahmet und dem modernen Beyoglu überquert sie das Goldene Horn und zieht Menschen aller Couleur an. 

Hier halten sich seit Jahren nicht nur Angler auf und warten auf ihren großen Fang. Auch Fotografen, Künstler und Streetfoodstände sind mittlerweile auf den beiden Stockwerken der Brücke vertreten und sorgen für landestypischen Flair.

Balat - bunte und kulturelle vielfalt

Neben der vielen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum gibt es ein Viertel, in das ich mich aus Anhieb verliebt habe. Es ist nicht nur eines der ältesten und gleichzeitig von Touristen (noch!) am wenigsten besuchten Viertel, sondern gleichzeitig auch ein Fleckchen Istanbuls, das so gar nicht türkisch wirkt. Dies liegt zum einen an den alten Holzhäusern, zum anderen aber auch daran, dass Balat von einem bunten Mix an Kulturen bewohnt wird. Juden, Moslems und Christen begrüßen dich hier in ihrer Nachbarschaft.

 

 

Balats Highlight bleiben aber wohl die farbenfrohen Hausfassaden und die liebevollen Details, die du hier wirklich an jeder Ecke entdecken kannst. Ein Vormittag hier lässt dich den Trubel der belebten Innenstadt absolut vergessen und gibt dir die Möglichkeit, die türkische Authentizität fernab der Touristenmassen zu erleben. 

 

Wäscheleinen in Balat - sie findest du in fast jeder Straße
Wäscheleinen in Balat - sie findest du in fast jeder Straße
Mal ehrlich: diese Straße könnte es doch genauso gut in Italien oder Spanien geben
Mal ehrlich: diese Straße könnte es doch genauso gut in Italien oder Spanien geben

 

Da es in Balat auch viele stylische Cafés und süße Lädchen gibt, empfehle ich dir den Besuch am letzten Tag deiner Reise. Nach viel Sightseeing findest du hier die Ruhe, um alles Gesehene und Erlebte Revue passieren zu lassen und deinen Heimflug entspannt vorzubereiten. Außerdem kannst du für deine Lieben zuhause noch das ein oder andere Mitbringsel in einem der vielen Geschäfte besorgen. 

 

Aus alt mach neu - durch kreative Malereien erhalten alte Fassaden einen neuen Glanz
Aus alt mach neu - durch kreative Malereien erhalten alte Fassaden einen neuen Glanz

 

So kommst du nach Balat:

  •  mit dem Taxi ab Eminönü (ca. 5 Euro)
  •  mit der Fähre ab Eminönü nach Fener 
  •  zufuß am Goldenen Horn entlang (eignet sich aber auch besonders für den Rückweg) 

Ortaköy - Istanbul bei nacht

Südlich der Bosporusbrücke möchte ich dir einen Stadtteil besonders für die Abendstunden ans Herzen legen. Ortaköy ist nicht nur für seine unzähligen Kumpirstände bekannt, sondern zählt mit seiner Nähe zur Galatasaray Universität auch zu einem der jüngsten Viertel Istanbuls. Zahlreiche exklusive Clubs und Szenerestaurants tummeln sich hier am Bosporusufer und sorgen bei den Einheimischen für ein abwechslungsreiches Nightlife.

Ich empfehle dir Ortaköy aber nicht für eine Partynacht, sondern für eine Schiffrundfahrt über den Bosporus.

 

 

Sei dafür auf jeden Fall vor Sonnenuntergang an der gleichnamigen Ortaköy Moschee. Von dort aus legen mehrmals pro Tag Schiffe für eine kleine Rundfahrt ab, die ca. 1 Stunde dauert. Während der Fahrt kannst du sehen, wie sich Istanbul immer mehr in sein nächtliches Gewand hüllt. Das besondere Licht und die Reflektionen der beleuchteten Häuser am Ufer verleihen der Stadt eine magische Stimmung und machen die Fahrt zu einem ganz besonderen Erlebnis.

 

Die Fahrt kostet aktuell 25 TL (ca. 6 Euro).

 

Köstlichkeiten, die du nicht verpassen solltest

Wenn du schon einmal in der Türkei warst, dann ist dir bewusst, dass Essen und Trinken hier eine wichtige Rolle spielen. Mahlzeiten werden im Familien- und Freundeskreis ausgiebig zelebriert. Je mehr dabei serviert, umso besser. 

 

Wir haben auf unseren beiden Wochenendreisen in den verschiedenen Stadtteilen einige türkische Köstlichkeiten auf der Straße und in Restaurants und Cafés ausprobiert.

Das sind unsere Empfehlungen.

 

Sultanahmet

  • Efezade: Köstliches Baklava und andere Süßspeisen. Perfekt für eine Verschnaufpause nach deinem Sightseeing-Programm.

 

Beyoglu / Karaköy

  • F&B Culture: Traditionell türkisches Frühstück, für das du viel Hunger mitbringen solltest.
  • Payidar Galata: Aufgrund seines schmalen Eingangs leicht zu übersehen. Hier gibts leckere Mantis, aber auch frische Salate und westliche Gerichte.
  • Dem Karaköy: Bekannt für seine Simit-Variationen.

 

Balat

  • Pancake House: Kleines hippes Café mit sehr nettem Inhaber, der seine Gäste mit verschiedenen süßen Frühstücks einen entspannten Start in den Tag garantiert.
  • Incir Agaci Kahvesi: Lust auf Gözleme in farbenfroher Atmosphäre? Dann hin da!

 

Teste dich außerdem an den vielen Streetfood-Ständen durch, die du in fast allen Stadtteilen findest. Von Granatapfelsaft, über Fischbrötchen, Maronen und gerösteten Maiskolben bis hin zu türkischem Honig und Kaugummi-Eis - in Istanbul kannst du deinen Geschmackssinn den ganzen Tag auf Trab halten.

 


Warst du auch schon einmal in Istanbul? Wie hat es dir gefallen?

Ich freue mich auf deine Erfahrungen!

 

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