Lissabon - historisch, bunt und kulinarisch

08. Juli 2018


 

Ja, ich muss gestehen, mein Herz ist an Lissabon hängen geblieben.

 

Schon Ewigkeiten stand die Stadt am Tejo auf meiner Bucketlist, nur irgendwie kam es erst im vergangenen Juli dazu, dass wir uns kennenlernen durften. Selbst jetzt, gute zwei Monate später höre ich immer noch die Trams über die Straßen knattern und vermisse das Gefühl der portugiesischen Offenheit, die aus den Cafés und Restaurants strömt. 

 

Ja Lissabon, ich hab mich in dich verliebt. In so vieles habe ich mich verliebt.

♡ 

In die wohl schönste Unterkunft, in der ich seit langem übernachten durfte

Gemütlichkeit in der Rezeption des Guest Houses
Gemütlichkeit in der Rezeption des Guest Houses

 

 

 

 

 

Hach ja. Wer Altbau liebt, der ist im Chalet D'Avila Guest House richtig aufgehoben. Mit viel Liebe zum Detail haben die Besitzer hier einen erholsamen Rückzugsort geschaffen, in dem du dir dein Bad zwar mit anderen teilen musst, dir aber dafür ein wunderschön erhaltener Altbau die Sprache verschlagen wird.

Das Guest House befindet sich direkt gegenüber der Metro Station Saldanha und ist mit einem Preis von ca. 30€ (inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet) in meinen Augen unschlagbar.

An der Rezeption erhältst du außerdem alle wichtigen Informationen für einen Aufenthalt in Lissabon, auch ein früherer Check-In ist kein Problem.

In die Kunst der Einheimischen, die du für dich behältst

Dosenkunst am Ascensor da Glória
Dosenkunst am Ascensor da Glória

 

 

 

 

Die Straßenkunst von Lissabon, die dir besonders in den Stadtteilen Alfama und Bairro Alto ins Auge fallen wird, gibt der Stadt eine ganz einzigartige Note.

Egal ob du es mit begabten Künstlern oder probierfreudigen Montagsmalern zu tun hast: jeder Klecks Farbe an der Wand unterstreicht die Individualität dieser wundervollen Stadt. Während bei uns zuhause die Dosenkunst in den meisten Fällen schnell das Zeitliche segnet, so gehen die Portugiesen mit dem "Problem" ganz anders um. Laut unseres Rezeptionisten suche man in Lissabon den Kontakt zu Sprayern, um alten Fassaden durch professionelle Graffitis wieder neuen Glanz zu verleihen. 

In deine Kulinarik

Patatas allioli, Gambas und Pan con queso
Patatas allioli, Gambas und Pan con queso

 

 

 

 

Wenn du in Lissabon nicht unbedingt in eines der vielen touristischen Restaurants landen möchtest, habe ich hier zwei Geheimtipps für dich, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

 

"ARTIS TAPAS BAR"

urige Gemütlichkeit - knobilastig - versteckt - beliebt bei Locals - traditionell

 

 

"AO26 VEGAN FOOD PROJECT" 

modern - 100%vegan - stylisch - kreativ - nachhaltig

In deine Architektur und Historie

 

 

 

 

Auch wenn ich kein Fan von Sightseeing-Touren mit den berühmten gelben oder roten Bussen bin, so war es für unseren zweitägigen Aufenthalt in Lissabon die beste Möglichkeit, die riesige Stadt am Tejo im Handumdrehen kennenzulernen. Während der typische, schwermütige Fadogesang durch die Kopfhörer in dein Ohr dringt, kommt der beliebte Bus auf seiner großen Hop-on-Hop-off Route an den wichtigsten Bauwerken Lissabons vorbei. Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen ihren Höchststand erreichen, tut es gut, den frischen Fahrtwind an Deck des Busses zu spüren. Auch die Altstadt mit ihren mittelalterlichen, engen Gassen und den bunten Fliesenfassaden kannst du bequem auf der zweiten, etwas kürzeren Route erreichen. Hier ersetzen kleine, offene Büsschen die großen Doppeldecker. 

In deine Miradouros und deine kleinen Gassen rund um die Kathedrale

Ausblick vom Miradouro das Portas do Sol
Ausblick vom Miradouro das Portas do Sol

 

 

 

 

Wie du vielleicht schon weißt, ist Lissabon auf sieben Hügel erbaut, die dir nicht nur besondere Ausblicke über die wunderschöne Stadt ermöglichen, sondern dich beim Aufstieg körperlich auch ganz schön fordern. Bei unserem Besuch im Juli waren wir auf dem Miradouro das Portas do Sol. Hierher verirren sich natürlich auch viele andere Menschen, jedoch blendest du sie ganz schnell aus, wenn du einmal den Blick auf das Straßenlabyrinth von Alfama und den Tejo geworfen hast. 

Von diesem Miradouro ist es auch nicht mehr weit bis zur berühmten Castelo, das über der Stadt thront. Auf dem Weg kommst du an vielen schönen Häuschen, Cafés und Straßenkünstlern vorbei. 

 

Gut zu wissen: solltest du keine Lust haben, den Miradouro zu Fuß zu besteigen, kannst du ganz bequem mit den beiden Tramlinien No. 12 und No. 28 hinauffahren. Natürlich verpasst du dann aber die ein oder andere süße Gasse. 

In deine Stimme

 

 

 

 

Was wäre diese Stadt nur ohne ihre Trams? Das laute Knattern der bunten Carros eléctricos erinnert an längst vergangene Zeiten. Besonders die Fahrt in der No.28, die an der Haltestelle Martim Moniz endet, ist bei den Besuchern äußerst beliebt. Hier steht man gut und gerne aber mal eine ganze Stunde an, um einen der begehrten Sitzplätze zu ergattern. 

 

Mein Tipp: Spart euch die Fahrt mit der Bahn, besonders im Sommer. In der Regel sind die Waggons so überfüllt, dass die Fahrt eher zur Qual als zum Genuss wird. Auch wenn Lissabon sehr groß scheint - vieles könnt ihr tatsächlich zu Fuß erkunden und dabei trefft ihr außerdem auf Ecken, die ihr mit der No.28 gar nicht entdeckt hättet.


Na, habt ihr euch auch ein wenig verliebt oder seid es vielleicht schon längst?

Berichtet mir gerne von euren Erlebnissen in der Stadt am Tejo. 

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